"Ach, Du bist so ein Sensibelchen ..." (Teil 1)

Auf dem Weg (möglicherweise) zu einem neuen Buchprojekt hat die hochgeschätzte Kollegin Ellen Herb den akustischen Spieß umgedreht und mir einige Fragen rund um das Thema Hochsensibilität mit leichten Ausflügen zu Spiegelneuronen und Quantenverschränkung gestellt.

Bildquelle: Pixabay

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Ein dickes Fell oder lieber ein dünnes? Fluch oder Segen? Ist man Opfer der eigenen Empfindsamkeit oder geht es auch ganz anders? Sei mal nicht so empfindlich? (Oder gerade doch?) Was spüre ich denn da: meine Gefühle oder deine? Sind sehr sensible Sinne etwas Spezielles – oder ist es eher dann besonders, wenn sie fehlen? Wie hängt ein ausgeprägtes Empfindungsvermögen mit gähnenden Neuronen und spukhaften Atomteilchen zusammen? Und vor allem: Was haben Unleidlichkeit im Kinosaal und das Fußballpokalfinale mit all dem zu tun?

Hier ist der erste von drei Teilen dieses Interviews.
Viel Vergnügen beim Hören!

Ganz besonders großartig ist die “gefühlte Werbeunterbrechung” am Ende dieses ersten Teils! (Für das völlig überraschend wirkende Türklingeln wurden hochmoderne Audiosysteme eingesetzt.) Selten wurde ein Cliffhanger so spontan, clever und grandios in einen Podcast eingebaut … weiter geht es dann in Kürze mit Teil II und III.

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Vielen Dank an
Ellen Herb!

 

Behind the Scenes:

Ein bisschen mehr zum Hintergrund von Hochsensibilität, Spiegelneuronen und Quantenverschränkung: Möglicherweise existieren Querverbindungen und Wechselwirkungen zwischen diesen (auf den ersten Blick?) verschiedenen Resonanzphänomenen. Einige Einblicke in die drei Themenfelder gibt es in diesem früheren Artikel.

Weil’s zwischendurch erwähnt wird: Ja, mittlerweile spricht die Wissenschaft längst nicht mehr nur von fünf Sinnen. Mindestens zehn sind es, die wir Menschen unser Eigen nennen dürfen. (Ob wir alle diese zehn Sinne auch wirklich immer bewusst einsetzen, ist wiederum eine andere Frage.)

Die ersten fünf Sinne werden gerne mit dem Akronym VAKOG zusammengefasst:

  • V wie visuell (all das, was unsere Augen wahrnehmen)

  • A wie auditiv (hier kommen unsere Ohren ins Spiel)

  • K wie kinästhetisch (Bewegungsempfindung und auch Tastsinn, der über Finger, Haut & Co. zustande kommt)

  • O wie olfaktorisch (“immer der Nase nach”: das ist übrigens der am schnellsten arbeitende Sinn)

  • G wie gustatorisch (der Geschmackssinn – ganz unabhängig von gutem oder schlechtem Geschmack)

Und dann gibt es noch (mindestens) fünf weitere Sinne:

  • Thermorezeption steht für unser Vermögen unterschiedliche Temperaturen zu empfinden (Temperatursinn).

  • Die sogenannte Nozizeption beschreibt unser Schmerzempfinden.

  • Der vestibuläre Sinn erklärt unseren Gleichgewichtssinn.

  • Mit Propriozeption ist unser Körperempfinden gemeint, das auch Tiefensensibilität oder Muskelsinn genannt wird.

  • Und der viszerale Sinn beschreibt das Wahrnehmungsvermögen für unsere inneren Organe, dazu gehört unter anderem das Gespür für Hunger oder Durst.